Eine Maut ginge auch mit weniger Bürokratie

Zugegeben, eine Maut die über einen Aufkleber funktioniert ist das geringe Übel. Schlimmer wäre eine satelitengestützte Überwachungsmaut. Doch die Bundesregierung macht bei der Einführung der Maut einen groben Fehler: Sie hat die Bürokratiekosten nicht im Blick.

Mein Vorschlag wäre folgender: Die Maut wird – so ähnlich wie bereits geplant – über einen Jahresaufkleber, Monatsaufkleber und einen Wochenaufkleber geregelt. Hohe Bußgelder können die Kosten der Vignetten wieder herein holen. Im Gegenzug wird die KFZ-Steuer komplett abgeschafft. Sie ist jetzt schon ein Bürokratiemonster. Damit das ganze europakonform abläuft, ist die Jahresvignette halb so teuer wie die KFZ-Steuer bisher war. Und damit Benzinfresser stärker zur Kasse gebeten werden, sollte die Mineralölsteuer so weit angehoben werden, dass am Ende der Staat genauso viel Geld zur Verfügung hat, wie vor der Einführung der Maut. Diesel muss meiner Meinung nach genauso hoch besteuert werden, wie Benzin.

Am fairsten ist die Mineralölsteuer – hier zahlt derjenige am meisten, der am meisten fährt. Und die Fahrer von Spritschleudern dürfen ebenfalls einen höheren Beitrag über die höhere Mineralölsteuer bezahlen – ganz einfach, weil sie mehr Kraftstoff tanken und damit automatisch mehr Steuern bezahlen.

Die Einnahmen aus Maut und Mineralölsteuer dürfen dann aber nur für Verkehrsprojekte investiert werden. Also Investitionen in Straße und Schienen. Gleichzeitig muss die Bahn vom Schienennetz getrennt und die privatisiert werden. Der Staat sorgt für Sicherheit und eine gute Anbindung von Bus- und Bahn-Bahnhöfen – private Verkehrsbetriebe kaufen Züge und verkaufen ihre Fahrkarten und buhlen um zufriedene Kunden.

Folgende Effekte würden diese Änderungen bringen:

  • Bahnfahren würde attraktiver werden
  • Unnötige Autofahrten dank teureren Sprit sinken
  • Der Staat muss kein Geld für die Verwaltung der KFZ-Steuer mehr ausgeben
  • Jeder beteiligt sich an den Kosten

Was sind eure Ideen dazu?

Ein Gedanke zu „Eine Maut ginge auch mit weniger Bürokratie

  1. Berger

    Die Maut mit weniger Bürokratie umzusetzen ist schon einmal ein guter Ansatz, jedoch sollten auch wirklich einmal alle positiven wie auch negativen Auswirkungen vor der Einführung durchdacht werden. Da ist manches hier doch kurz überlegt. Wer fährt denn Spritschleudern? Die ,die sich spritsparende Supermotoren nicht leisten können. Die andere Gruppe lässt sich kaum durch den Benzinpreis vom Gebrauch des KFZ abhalten. Zudem wird eine Mineralölsteuer Anhebung unterm strich wieder zu iener Mehrbelastung aller führen. Bahnfahren wird attraktiver, nur weil es eventuell wenige Anbieter gibt. Was ist denn mit den Privatunternehmen passiert, die mit der DB konkurriert haben? Beteiligen sich aktuell einige nicht an den Kosten? Da bleibt doch nur der EU Transitverkehr, der sich nicht beteiligt.

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