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Mathia Specht-Habbel ist die neue FDP-Bezirksvorsitzende in Steglitz-Zehlendorf

Gestern Abend wählte der Bezirksausschuss der FDP Steglitz-Zehlendorf eine neue Vorsitzende, nach dem Rücktritt von Dr. Martin Lindner. Ohne Gegenkandidat wählten 26 von 29 Delegierten Mathia Specht-Habbel. Specht-Habbel möchte für den Bezirk neue Schwerpunkte setzen und fordert von den Parteimitgliedern mehr aktive Beteiligung in den Landesfachausschüssen. Aus dem Bezirk müssten mehr Anträge kommen.

Dr. Martin Lindner legte zuvor die Gründe für seinen Rücktritt dar. Die Bundestagswahl war für ihn eine Zäsur. Viele Freunde hätten ihn aber motiviert weiter zu machen. Vor allem solle es nicht so aussehen, als wenn er wenn es um ein Ehrenamt ginge, sein Engagement verweigere. Als er aber als Landesvorsitzender beim Landesparteitag abgewählt wurde, war für ihn klar geworden, dass seine Politikrichtung und sein Führungsstil von der Mehrheit der Parteibasis nicht mehr gewünscht sei und er respektiere das. Für Dr. Lindner war es wichtig die Berliner FDP über die Konzentrierung auf wirtschaftspolitische Themen wieder ins Abgeordnetenhaus zu führen. Frau Thein setze auf einen breiteren Themenfächer.  Sein Führungsstil sei auch ein anderer. Er, der Managertyp, sie die Moderatorin. Auch wünsche die Parteibasis eher eine Partei, die ein harmonisches und sympathisches Bild nach außen darstellt. Er sei ein Politiker, der klare Kante zeigt und polarisiere und sieht sich in der Tradition bedeutender Politiker, die nicht die Harmonie, sondern die klare Kante bevorzugt haben. Nach 12 spannenden Jahren entscheide er sich für seinen Beruf und seine Familie. Beruflich liefe es gut und er sehe seinen Lebensmittelpunkt weiterhin in Berlin. Er bleibe als ehrenamtliches Parteimitglied weiterhin in Berlin mit dabei.

In der Ausschusssitzung schlug nach Ihrer Wahl Mathia Specht-Habbel als ihren Stellvertreter den Ortsverbandsvorsitzenden von Steglitz, Thomas Seerig vor. Ohne Gegenkandidat wurde er mit 27 Ja-Stimmen (von 28 gültigen) gewählt. Thomas Seerig betonte, dass der Bezirk mit den besten Wahlergebnissen der Stadt nicht die Rolle habe, die er haben sollte. Er möchte, dass vermehrt interessante Veranstaltungen mit bekannten Referenten auf die Beine gestellt werden. Auch die Homepage müsse aktiver genutzt werden. Er kündigte auch eine neue Bezirkszeitung an.

Aus dem Landesvorstand berichtete Thomas Seerig, dass es einen Flyer des Landesverbandes zum Tempelhofer Feld geben wird mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren. Hier wird für den Beschluss des Landesparteitages geworben. Nein zur Bürgerinitiative, nein zum Gesetzesentwurf des Senats. Nein zur “Wowereit-Gedächtnis-Bibliothek” und nein zum “Riesenplanschbecken”. Seerig stellte klar, dass im Flyer dafür andere Wörter verwendet werden. Der Landesvorstand wird sich am Volksbegehren für die Abwahl Wowereits nicht beteiligen. Man sehe keinen Vorteil Wowereit durch Stöß zu ersetzen. Der FDP-Landesvorstand würde Neuwahlen vorziehen, damit die FDP in den Senat einziehen könne. Der Landesvorstand werde am 29. und 30. Juni in Klausur gehen und die Prioritäten und Themensetzungen für die nähere Zukunft besprechen. Am 13. und 14. März 2015 wird der nächste Landesparteitag stattfinden, bei dem dann die Delegierten für den Bundesparteitag gewählt werden.